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Aus der Süddeutschen Zeitung von heute - ein Artikelausschnitt von Werner Bartens

Im Bild wird der dreidimensionale Raum zwar auf zwei Ebenen reduziert, doch der Betrachter erkennt auch die dritte und sieht tiefer. Für die Medizin bedeutet das, die sozialen und psychischen Dimensionen von Krankheit und Gesundheit ebenfalls wahrzunehmen - wie auch die anderen Botschaften, die von Patienten ausgehen.

So ist beispielsweise die Abwehrkraft des Immunsystems ebenso wenig starr gegeben wie die Anfälligkeit für Krankheiten. Ob jemand sich ansteckt und krank wird, hängt von Stimmungen, Erlebnissen und der gesamten psychischen Verfassung ab. "Hormone und Neurotransmitter kreuzen wie Sätze durch unseren Organismus, sie senden Botschaften", sagt der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert von der Universität Innsbruck. Diese Botschaften werden aufgenommen und beeinflussen sich wechselseitig: Eine Entzündung wirkt sich auf die Psyche aus, man fühlt sich schlecht; ist womöglich gereizter. Umgekehrt macht eine angeschlagene Psyche anfällig für Entzündungen.

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"Erika Baum arbeitet als Allgemeinmedizinerin, inzwischen seit 35 Jahren. Viele Menschen, die mit Rückenschmerzen zu ihr in die Praxis kommen, erwarten, dass ein MRT-Bild von der Wirbelsäule gemacht wird, mindestens mal soll sie geröntgt werden. Der Dialog zwischen Baum und ihren Patienten geht dann immer in etwa so: „Möchten Sie sich denn operieren lassen, wenn wir was finden?“ – „Nö, operieren lassen würde ich mich nicht.“ – „Na, dann brauchen wir das Bild auch nicht, vom Bild wird’s nicht besser.“

Baum lacht, wenn sie das am Telefon erzählt. Sie weiß, dass es schwer ist, nicht zu operieren, wenn es erst einmal ein MRT- und Röntgenbild gibt, auf dem die Wirbelsäule irgendwie schlecht aussieht. Und sie sieht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schlecht aus. Das haben mehrere Studien gezeigt, in denen MRT-Bilder von den Rücken beschwerdefreier Patienten gemacht worden sind. Auf bis zu fünfzig Prozent davon sind „Veränderungen an der Wirbelsäule“ zu erkennen. Die Hälfte der Leute haben also was an den Bandscheiben – ohne dass ihnen das je Probleme gemacht hätte."

Entnommen aus dem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung "Jetzt aber mal langsam" vom 19.04.2017

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Etwas reißerisch klingt der englischsprachige Artikel, in der die Arbeit und die Resultate einer Koreanerin beschrieben wird. Sie verwendet eine Mischung aus Faszientechniken, Craniosacral Therapie, Akupressur und einer Art Chiropraktik, um die Gesichtsform zu verändern.

Interessiert an den Resultaten? Dann lies hier den ganzen Artikel:

http://www.byrdie.co.uk/korean-facial-sculpting-massage/slide4

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Stellen Sie sich ideale Verhältnisse vor“, sagt Bert Vogelstein. „Rauchen ist strikt verboten, es gibt keine Industrie, keine UV-Strahlung; alle trinken Grünkohl-Shakes zum Frühstück, Mittag- und Abendessen – Menschen werden trotzdem Tumoren entwickeln.“ Denn, so der Wissenschaftler von der Johns Hopkins University im amerikanischen Baltimore, nicht für jeden Tumor sind negative Umwelteinflüsse verantwortlich. Und auch die richtigen Gene schützen lange nicht immer vor Krebs. Etwa zwei von drei malignen Mutationen, also Erbgutveränderungen, die normale Zellen in Krebszellen verwandeln, seien weder zu viel Stress, Zigaretten, Fast Food noch einer genetischen Disposition zuzuschreiben, glaubt Vogelstein. Nach seinen Berechnungen haben die meisten, die an Krebs erkranken, einfach Pech gehabt: Ihre Geschwulst ist Schicksal, das einen selbst im Paradies ereilen kann.

Erschienen in der FAZ - den vollständigen Artikel finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/sind-die-gene-oder-die-umwelt-und-der-lebensstil-schuld-an-einer-krebserkrankung-oder-ist-es-reiner-zufall-14942503.html

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Rückenschmerzen sind noch immer das Volksleiden Nummer eins in Deutschland. Und die Antwort darauf lautet oft: Schmerztabletten.

Doch Ärzte und Pharmakologen aus Australien warnen davor, sich Heilung durch Ibuprofen und Co zu erhoffen. Denn sogar das Gegenteil könne eintreten.

Die Mediziner werteten in einer Meta-Analyse die Daten von 35 Studien mit insgesamt mehr als 6000 Patienten aus. Sie konzentrierten sich auf die Bekämpfung von Rückenschmerzen mit herkömmlichen Schmerztabletten mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Metamizol. Bis auf letzteres gibt es all diese Schmerzmittel auch in Deutschland - verschreibungsfrei.

Das Ergebnis: Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAID) - und dazu zählen alle der oben genannten - konnten bei Rückenschmerzen nur bedingt Linderung verschaffen, also nur sehr begrenzt und kurzfristig. Der Effekt war sogar zu klein, um ihn als medizinisch relevant anzusehen. Insgesamt war ihre Wirkung auf Dauer nicht bedeutend besser als die eines Placebos.

Den gesamten Artikel aus der Zeitung "Die Welt" können Sie hier lesen.

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