"Verstörende Geräusche aus den Gelenken - das kann doch nicht gesund sein!"

Oft haben Klienten das Gefühl, dass bei einem Knacken, z.B. in der HWS/Wirbelsäule oder einem Knirschen im Kniegelenk, etwas nicht in Ordnung ist. Meist zu Unrecht. Oft sind es harmlose Gründe. Dennoch finden Klienten im Internet schnell vermeintliche Diagnosen: Meniskusriss, poröse Knochen oder Arthrose.

Die Ursachen für die Misstöne überraschen.

Z.B. gibt es die These, dass eine Blase im Gelenk die Ursache ist. Wird heftig am Gelenk gezogen, bildet sich ein Spalt. Im vergangenen Jahr konnten kanadische Forscher dies bestätigen: Im Kernspintomografen beobachteten sie Probanden in Echtzeit beim Fingerknacken und stellten fest, dass sich dabei ein Spalt von rund 4,5 Millimetern bildete. In diesem Hohlraum entsteht ein Unterdruck, wenn sich die Gelenkflächen voneinander lösen und die Lücke so groß wird, dass Gelenkflüssigkeit diese nicht mehr füllen kann. Das Knacken, das dabei ertönt, gilt als harmlos.

Gerät etwas zwischen die Knorpel, reiben diese Flächen aufeinander – und das hört man. Das Beste was du tun kannst ist dich zu bewegen: Der Knorpel gibt dabei Stoffwechsel-Abfallprodukte ab und nimmt Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit auf. Mit jedem Schritt fütterst du deinen Knorpel.

Eine andere Ursache ist die Altersabnutzung der Knorpel (Verlust von Wasser, eines seiner wichtigsten Bestandteile). Knochen liegen auf Knochen, was sich mitunter durch Knirschgeräusche bemerkbar macht. Auch kein Problem, solange keine Schmerzen auftreten.

Weiter können sich Blockaden lösen, die z.B. durch einseitige lang eingenommene Körperhaltungen entstanden sind. Diese lösen sich mit einem Knacken – von allein,

Viele Klienten nehmen auch Geräusche, etwa beim Kreisen der Schultern, intensiv wahr. Angst führt in diesem Fall eher zu Verspannungen. Schmerzen und Knarren hängen nicht unmittelbar zusammen.