Die Rebalancing-Körpertherapie hat sich Ende der 70er Jahre in Indien im Umfeld des spirituellen Lehrers Bhagwan Shree Rajnesh (Osho) entwickelt. Ziel der Therapeuten war es ganzheitlicher zu arbeiten. Konkret bedeutete dies, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern die körperliche, geistige und seelische Ebene in Verbindung mit einem grösseren Ganzen zu betrachten.

1981 wurde die erste Rebalancing-Ausbildung auf der Basis eines mehr oder weniger fest umrissenen Konzeptes durchgeführt. Diese Ausbildung (wie auch andere Osho Körpertherapien) wurden in den ersten Jahren ausschließlich in Indien angeboten. Dies wahrscheinlich auch aus rechtlichen Gründen, denn das Prinzip fast aller Therapiemethoden im Ashram war, dass erfolgreiche Methoden überwiegend kopiert und ihnen einen anderen Namen gegeben wurde (es wurden auch eigene Komponenten hinzugefügt, z.B. Meditation). Osho (Bhagwan) hatte ein Hauptanliegen, "dass die Besucher seines Ashrams vor allem seine Meditationen ausführten." So wurde auch in den Rebalancing Ausbildungen am Tag minimum drei bis fünf Stunden meditiert - für die Körperarbeit blieben fünf bis sechs Stunden.

In den Ausbildungen wurde experimentiert. Die sogenannte Neoreichianische Körperarbeit - Pulsation gehörte zu diesen Zugaben. Pulsation (aus der Bioenergetik nach Alexander Lowen wurde in Poona Pulsation) ist eine Arbeit, die im Liegen stattfindet. Durch tiefes Atmen soll der Klient, all das zu spüren und auszudrücken, was unterdrückt und ungefühlt war. Leider gab es immer wieder Schüler als auch Klienten, die durch diese Arbeit re-traumatisiert wurden. Diese Menschen benötigten dann ärztliche, psychologische oder psychiatrische Hilfe.

Nachdem Osho wohl wegen Steuerbetruges Indien 1981 verlassen musste, begannen die damaligen Rebalancing Begründer die Ausbildung auch in Europa anzubieten.

1994 boten wir unsere erste Ausbildung in München an. In den ersten drei Jahren gaben wir das weiter, was wir gelernt hatten - dazu gehörten auch die expressive Arbeit mit Emotionen - und die Osho Meditationen.

1997 lösten wir uns von diesem Konzept - weil sichtbar wurde, dass viele Schüler der ersten drei Ausbildungsjahrgängen kaum mit der Methode arbeiteten - aus der (berechtigten) Angst heraus, dass sie in der Praxis bei Ausbruch von starken Emotionen nicht gut genug ausgebildet sind. Wir führten seitdem keine Osho Meditationen und auch keine Reichianische Körperarbeit (Pulsation) mehr durch.

Die Ergebnisse der Trauma- und Hirnforschung waren zusätzliche Beweggründe, diesen möglichen Weg der "Re-Traumatisierung" zu verlassen. Später unterstützten uns die Ergebnisse der Faszienforschung. Diese animierten uns, zu der Idee eines Fasziendialogs. Wir entschieden uns bewusst, weder Pulsation noch (Neo-)Reichianische Arbeit (nach Wilhelm Reich) in den Ausbildungen anzubieten. Beide Methoden benötigen eine sehr gute Grundausbildung - die in einer Rebalancing Ausbildung nicht gewährt werden kann. Wilhelm Reich selbst warnte vor "Reichianischen" Therapeuten, da sie seine wichtigsten und zentralen Erkenntnisse ausließen. (Quelle: http://www.w-reich.de/schwartzman4.html)

Uns ist es wichtig, dass sich unsere Schüler/Innen kompetent und sicher fühlen, mit ihrem Handwerkzeug. Dass sie wissen, wie sie Menschen begleiten, wenn sich Emotionen lösen. Dass sie sich berechtigt fühlen und qualifiziert sind, täglich mit Menschen zu arbeiten. Dies ist für jeden Interessenten überprüfbar. Auf unserer Therapeutenliste können Sie sich mit von uns ausgebildeten Rebalancing Therapeuten unterhalten.

**Zusammengefasst:

Rebalancing ist eine kraftvolle und eigenständige Methode. Die Kombination von Gesprächsführung, Körperlesen und Faszientechniken wirken für sich selbst - dass ist es, was wir den Schülern vermitteln.

Wenn wir andere Methoden, die auch für sich eigenständig und gut sind, dazu nehme, dann - so unsere Erfahrung - sind sich die Schüler irgendwann nicht mehr sicher, was hat jetzt eigentlich gewirkt.**

Jahr für Jahr, seit 1994, findet eine Rebalancing Ausbildung an unserer Schule in München statt - seit sechs Jahren zusätzlich in der Schweiz. So wie wir uns Tag für Tag weiterentwickeln, entwickelt sich auch die Methode Rebalancing weiter. Dies drückt sich auch in der Anerkennung als Methode in der Schweiz aus, worüber wir uns sehr freuen und wofür wir dem Rebalancing Verband Schweiz sehr dankbar sind. Anders als in Deutschland hat Rebalancing nun eine Ausbildungsgrundlage, die den Ausbildung-Inhalt und die Ausbildungs-Zeitraum festlegt!

So können zwar auch in der Schweiz, wie in Deutschland, andere Anbieter Rebalancing- Kurzausbildungen anbieten, diese haben aber keine Chance auf Anerkennung bei der OdaKT.